Für Betriebe

Ausbildungsberatung

Die Handwerkskammer ist zuständig für alle rechtshoheitlichen Aufgaben im Rahmen der Berufsausbildung im Handwerk. Sie führt das Verzeichnis aller im Kammerbezirk bestehenden Ausbildungsverhältnisse (Lehrlingsrolle) und sichert die Aufbewahrung der Daten für den Nachweis der Berufsausbildung bis zu 60 Jahren.

Rat und Tat bei allen Fragen zur Ausbildung
Ob Lehrling oder Ausbildungsbetrieb − die Handwerkskammer informiert Sie in allen Fragen zur Ausbildung, ob es sich um die Voraussetzungen für eine gute Ausbildung, den Lehrvertrag, die Berufsschule, die Überbetriebliche Lehrunterweisung (ÜLU), den betrieblichen Ausbildungsplan, Fördermöglichkeiten, Rechte und Pflichten von Ausbildungsbetrieb und Lehrling oder Konflikte in der Ausbildung handelt. Vom vorberuflichen Praktikum bis zum Berufsabschluss stehen sie den Beteiligten mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Bildungsberater der Kammer kümmern sich vor Ort um die Ausbildungsbetriebe und geben vor allem praktische Hilfe.

Die Vervollständigung der zu vermittelnden Ausbildungsinhalte erfolgt in vielen Berufen durch die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Magdeburg. Natürlich können Lehrlinge mit einer weiten Anreise im Internat des Bildungszentrums übernachten.

Die Ausbildung endet, nach Durchlaufen der Ausbildungszeit, mit einer Gesellen- oder Abschlussprüfung. Über den gesamten Zeitraum begleitet die Handwerkskammer die Ausbildungsbetriebe wie auch die Lehrlinge.

Silke Handschuck
Ausbildungsberaterin

Tel. 0391 6268-181
Fax 0391 6268-110
shandschuck--at--hwk-magdeburg.de

Beratung zu den Berufen des Bau- und Ausbaugewerbes, Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbes, Glas-, Papier-, keramischen und sonstigen Gewerbes

Andreas Krause
Ausbildungsberater

Tel. 0391 6268-158
Fax 0391 6268-110
akrause--at--hwk-magdeburg.de

Beratung zu den Berufen des Holzgewerbes, Gewerbes für Gesundheits- und Körperpflege sowie des chemischen und Reinigungsgewerbes, Lebensmittelgewerbes

Wolfgang Schmidt
Ausbildungsberater

Tel. 0391 6268-156
Fax 0391 6268-110
wschmidt--at--hwk-magdeburg.de

Beratung zu kaufmännischen Berufen und Dualen Studiengängen, zu den Berufen des Elektro- und Metallgewerbes





Abschuss- und Gesellenprüfung

Die Handwerkskammer Magdeburg ist die zuständige Stelle für die Abnahme von

  • Zwischenprüfungen,
  • Gesellenprüfungen,
  • Abschlussprüfungen
  • für die Ausbildungs- und Umschulungsverhältnisse im Kammerbezirk der Handwerkskammer Magdeburg.

Die Handwerkskammer Magdeburg führt Zwischen-, Gesellen- und Abschlussprüfungen in den handwerklichen und einigen nicht handwerklichen, insbesondere kaufmännischen Ausbildungsberufen durch.

Jede und jeder Auszubildende muss:

  • mindestens eine Zwischenprüfung ablegen,
  • in einigen Ausbildungsberufen wird zur Zeit die so genannte "gestreckte Gesellen-/Abschlussprüfung" erprobt und
  • am Ende der Ausbildungszeit steht die Gesellen- bzw. Abschlussprüfung.

Rechtliche Grundlagen
Für jeden Ausbildungsberuf gibt es eine Ausbildungsordnung in der u. a. die Dauer der Ausbildung, das Ausbildungsberufsbild, die Prüfungsanforderungen, die Bestehensbestimmungen und der Ausbildungsrahmenplan geregelt sind. Ein Exemplar der Ausbildungsordnung sollte dem Auszubildenden zu Beginn der Ausbildung von seinem Ausbilder übergeben werden. Die Ausbildungsordnungen können auch über die Ausbildungsberater bezogen werden.

Darüber hinaus wird von jeder Handwerkskammer eine Abschlussprüfungsordnung (APO) und eine Gesellenprüfungsordnung (GPO) erlassen, in der zum Beispiel Bestimmungen über die Zulassung zur Prüfung, Bewertungsmaßstäbe, die Folgen bei Verstößen gegen die Prüfungsordnung und Regelungen zu Wiederholungsprüfungen festgelegt sind.

Prüfungskosten
Grundsätzlich sind die Prüfungen für die Auszubildenden kostenfrei. Sowohl die Prüfungsgebühren als auch eventuell anfallende Zusatzkosten (z. B. Materialkosten) werden vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Kandidaten, die ohne Ausbildungsvertrag, d. h. als sogenannte "Externe", an einer Prüfung teilnehmen, müssen die Kosten selbst tragen.

Nachteilsausgleich
Menschen mit einer Behinderung können infolge ihrer individuellen Beeinträchtigungen/Einschränkungen Nachteile beim Erbringen von Leistungen entstehen. Zur Kompensation dieser Nachteile besteht für sie die Möglichkeit, Nachteilsausgleiche bei der Durchführung einer Prüfung zu erhalten. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter, wie Gebärdensprachdolmetscher für Menschen mit Hörschädigung. Diese Nachteilsausgleiche sind keine „Vergünstigungen“, sondern kompensieren behinderungsbedingte Benachteiligungen in der Prüfungssituation. Die Prüfungsanforderungen bleiben qualitativ erhalten.

Für den Erstausbildungsbereich sind Nachteilsausgleiche in der Prüfung in § 65 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und § 42 l Abs. 1 Handwerksordnung (HWO), für die Fortbildungen, einschließlich der industriellen Meisterprüfungen, und Umschulungen in § 67 BBiG und § 42 n HWO sowie für die handwerkliche Meisterprüfung in § 11 der Meisterprüfungsverfahrensordnung geregelt.

Genauere Informationen zum Thema Nachteilsausgleich finden Sie im Informationsblatt .

Rüdiger Schmidt

Tel. 0391 6268-184
Fax 0391 6268-110
rschmidt--at--hwk-magdeburg.de

Katharina Sacks

Tel. 0391 6268-182
Fax 0391 6268-110
ksacks--at--hwk-magdeburg.de

Downloads:



Einstiegsqualifizierung - Sprungbrett in die Berufsausbildung

Das Handwerk engagiert sich beim Ausbildungspakt und unterstützt das 2004 eingeführte Sonderprogramm zur betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ). Die EQ ist ein sechs- bis zwölfmonatiges Langzeitpraktikum, welches Bewerbern mit unzureichender Ausbildungsreife den Start in eine geregelte Ausbildung erleichtern soll.

Durch die Kombination von Arbeit und Lernen haben die Bewerber über den langen Zeitraum die Möglichkeit zu zeigen, was in ihnen steckt. Die Bewerber können sich im Betrieb ausprobieren und den angestrebten Beruf im Arbeitsalltag kennenlernen. Die Betriebe bekommen die Chance, über die Schulzeugnisse hinaus, hinsichtlich der Fähigkeiten und Neigungen die Bewerber zu testen. Daraufhin können die Betriebe zum Ende der EQ besser beurteilen, ob der Bewerber dem betrieblichen Anforderungsprofil einer Ausbildung entspricht oder nicht. Idealerweise sollte die EQ so terminiert werden, dass ein nahtloser Übergang in eine Ausbildung zum Beginn des nächsten Ausbildungsjahres möglich ist.

So funktioniert die Einstiegsqualifizierung in der Praxis:

Das Wichtigste zuerst!

Bevor eine Einstellung von EQ-Praktikanten erfolgt, ist es notwendig, sich als Betrieb bei dem für Sie zuständigen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit anzumelden. Ähnliches gilt auch für den EQ-Praktikanten. Dieser muss sich bei seinem Berufsberater der Agentur für Arbeit oder bei seinem Fallmanager des Jobcenters für das EQ anmelden.

Nähere Informationen zu den einzelnen Handlungsschritten entnehmen Sie bitte dem zum Download verfügbaren Merkblatt (siehe Downloadleiste).

Vergütung

Die örtlich zuständige Agentur für Arbeit erstattet auf Antrag des Arbeitgebers monatlich nachträglich die Vergütung bis maximal 231,00 EUR für den EQ-Praktikanten und einen pauschalisierten Gesamtsozialversicherungsbeitrag von 117,00 EUR für den Betrieb.

Qualifizierungsbausteine

Die EQ wird zwischen dem Betrieb und den Jugendlichen vertraglich geregelt. Die Inhalte und Tätigkeiten sind eng an die staatlichen Rahmenlehrpläne des ersten Ausbildungsjahres der Handwerksberufe geknüpft und wurden in sogenannten Qualifizierungsbausteinen zusammengefasst.

Einen Überblick über alle Qualifizierungsbausteine der einzelnen Ausbildungsberufe finden Sie unter folgendem Link: 
Qualifizierungsbausteine für Ausbildungsberufe im Handwerk

Abschluss mit Zeugnis und Zertifikat

Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die EQ-Praktikanten auf Grundlage von berufsbezogenen Beurteilungsbögen ein Zeugnis des Betriebes und bei besonders positiven Leistungen ein Zertifikat der Handwerkskammer Magdeburg.



Landesprogramm
„Zukunftschance assistierte Ausbildung (ZaA)“

Die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist widersprüchlich - zahlreiche Ausbildungsstellen können nicht besetzt werden, auf der anderen Seite finden viele Jugendliche aber keinen Ausbildungsplatz. Grund ist, dass zwischen den Anforderungen der Betriebe und den Vorrausetzungen vieler Jugendlicher häufig eine große Lücke klafft, die durch die Landesmaßnahme „Zukunftschance assistierte Ausbildung“ geschlossen werden soll.

Jugendliche mit Förderbedarf und deren Ausbildungsbetriebe werden bei der Ausbildung durch erfahrene Bildungsträger ( ZaA–Projektträger ) vor Ort und wäh­rend der gesamten Ausbildungszeit begleitet. Das umfassende Beratungs- und Unterstützungsangebot wird dabei indivi­duell und flexibel an die Bedürfnisse der Jugendlichen und die Voraussetzungen der Betriebe angepasst. So profitieren beide Ausbildungspartner von dem Angebot und Ausbildung wird dort gefördert, wo sie stattfindet: in den Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes.

Weitere Links:

Betriebsbeispiele:

- Metallkonstruktion Supplie GmbH aus Heyrothsberge
- Salzwedeler Baumkuchen GmbH
- Tischlerei Fred Martin Höller aus Halberstadt
- Sanitär- und Heizungsbau GmbH Wanzleben



Die Kammerkoordinierung Zukunftschance assistierte Ausbildung wird gefördert durch:

ZaA-Foerderleiste

Logo-ZaA-farbig



Sabine Wölfert
Kammerkoordinatorin "Zukunftschance assistierte Ausbildung"

Tel. 0391 6268-220
Fax 0391 6268-110
swoelfert--at--hwk-magdeburg.de

Downloads:

Inklusionsberatung

Menschen mit einer Behinderung arbeiten in fast allen Berufen und in sämtlichen Qualifikationsstufen und stellen somit ein klares Fachkräftepotenzial für Betriebe dar. Denn der Grad der Behinderung sagt nichts darüber aus, wie leistungsfähig ein Mensch mit Behinderung in Bezug auf einen konkreten Arbeitsplatz ist.

Nutzen Sie dieses Potenzial und gehen Sie innovative Wege in der Personalpolitik.

Lassen Sie sich im Rahmen der Inklusionsberatung der Handwerkskammer Magdeburg zum Thema Ausbildung und Anstellung von Menschen mit Behinderung beraten.

Nähere Informationen finden Sie hier .

Julia Möws

Tel. 0391 6268-163
Fax 0391 6268-160
jmoews--at--hwk-magdeburg.de



Passgenaue Besetzung

Projekt "Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften"

Der kostenfreie Service "Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften" richtet sich an Betriebe und handwerksinteressierte Jugendliche, die sich auf sonst üblichen Wegen nicht begegnen würden. Ziel ist die passgenaue Besetzung von Ausbildungsstellen.

Ziel
Mit dem Projekt soll die Zahl der "passgenau" besetzten Ausbildungsstellen erhöht werden, um den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern sowie die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu stärken.

Das Angebot für Betriebe

Ermittlung des betrieblichen Bedarfs an Auszubildenden
Erstellen eines betrieblichen Anforderungsprofils
Beratung zum Azubi-Marketing
Beratung zur Rekrutierung und Integration von ausländischen Jugendlichen und Fachkräften
Suche nach potentiellen Auszubildenden
Auswahlgespräche, Einstufungstests und Vorauswahl geeigneter Bewerber
gezielte Vermittlung von Jugendlichen
Beratung zum Praktikum in der Einstiegsqualifizierung (EQ)

Das Angebot für Jugendliche

Beratung zu Handwerksberufen
Erstellung eines persönlichen Bewerberprofils
Auswahlgespräche, Einstufungstests und Vorauswahl eines geeigneten Betriebs
gezielte Vermittlung an Betriebe in Einstiegsqualifizierung (EQ) und Ausbildung

Franziska Pethke

Tel. 0391 6268-154
Fax 0391 6268-110
fpethke--at--hwk-magdeburg.de

Downloads:

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Passgenaue Besetzung


Das Programm „Passgenaue Besetzung - Unterstützung von KMU bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften" wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung von Beschäftigung und sozialer Integration in Europa. Deutschland erhält in der ESF-Förderperiode 2014-2020 rund 7,5 Mrd. Euro. Davon fließen rund 2,7 Mrd. Euro in das ESF-Bundesprogramm und rund 4,8 Mrd. Euro in die ESF-Aktivitäten der Bundesländer. Mit den Mitteln aus dem ESF-Bundesprogramm sollen die Beschäftigungschancen von etwa 730.000 Menschen verbessert werden.



Mobilitätsberatung

Aufenthalte im Ausland zahlen sich für junge Handwerker aus. Sie bringen von dort neue Erfahrungen mit, werden selbstständiger und können ihren Betrieben helfen, Kunden jenseits der Grenzen zu gewinnen. Die Bereitschaft von Lehrlingen, Gesellen und Jungunternehmen, Praktika außerhalb Deutschlands zu absolvieren, will die Handwerkskammer fördern und bietet eine Mobilitätsberatung an.

Nähere Informationen finden Sie hier .

Izabela Peter
Mobilitätsberaterin

Tel. 0391 6268-132
Fax 0391 6268-110
ipeter--at--hwk-magdeburg.de

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